Was ich beim zweiten Kind anders machen möchte

Immer mal wieder frage ich euch an verschiedenen Stellen was ihr gerne einmal von mir lesen wollt, mit welchem Thema ich mich mal befassen soll. In letzter Zeit kam von euch gehäuft der Wunsch, dass ich mal meine beiden Schwangerschaften vergleichen soll und ihr fragt, ob es Dinge gibt die ich beim zweiten Kind anders machen möchte. Letzteres hat mich echt zum Nachdenken gebracht! Daher gibt es heute einen Blogpost in dem ich verrate ob ich denn überhaupt beim zweiten Kind etwas anders machen möchte und demnächst vergleiche ich dann auch mal meine beiden Schwangerschaften!

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Warum mich die Frage „Willst du beim zweiten Kind etwas anders machen“ zum Nachdenken gebracht hat? Weil ich mir dazu tatsächlich noch gar keine Gedanken gemacht hatte! Und als diese Frage dann gehäuft immer mal wieder von euch kam, fing ich mal so langsam damit an mir vorzustellen wie das wohl so mit zwei eigenen kleinen Kindern unter zwei Jahren sein wird. Gibt es überhaupt Dinge ich diesmal auf jeden Fall anders machen möchte? Auf jeden Fall gibt es die! Was natürlich nicht heißen soll, dass ich mit mir unzufrieden bin, oder war, oder dass ich denke, dass etwas „falsch“ gelaufen sei. Aber ich habe nun andere Wünsche und Vorstellungen als damals beim, bzw. vor dem ersten Kind und daher kann ich ganz klar formulieren was ich beim zweiten Kind anders machen möchte:

  • Ich möchte dieses Mal wirklich gelassener sein. In so vielen Punkten habe ich mir bei MiniJ damals ganz umsonst Stress gemacht! Wickeln kann man zum Beispiel wirklich überall (Fußboden, Parkbank, Kofferraum um nur ein paar Orte zu denen…) und nein, man braucht nicht unbedingt einen Heizstrahler dafür.
  • Besonders beim Stillen hatte ich mir anfangs, wahrscheinlich ganz normal wie bei jeder neuen Stillmama, so viel Stress gemacht… Ich suchte ein ruhiges Plätzchen wo wenig Leute waren, es musste ein Tuch zum Abdecken ausgekramt werden… das brauchte natürlich alles seine Zeit, der Mini fing vielleicht dann auch noch an zu weinen… die Blicke waren auf uns gerichtet, alles wurde dann noch schwieriger! Diesmal weiß ich: Bleib da wo du bist, pack die Brust aus, Kind andocken und fertig. Keiner bekommt das mit. Niemand wird es bemerken. Ein großes Tuch das Mutter und Kind abdeckt schreit viel lauter „Hier ist eine nackte Brust drunter die ein Baby stillt!“. Schlüsselerlebnis? Ich saß im Sommer 2016 in einem randvoll gefüllten Café und hab es einfach mal genauso locker gemacht wie es immer alle Mehrfachmamas beschreiben.Einfach machen. Niemand hat überhaupt gemerkt, dass ich gestillt habe, selbst eine Freundin am Tisch fragte irgendwann verwundert „stillst du gerade?!“ – denn auch sie hatte es nicht mitbekommen.
  • Wenn ein Baby weint muss man nicht sofort den Ort verlassen an dem man gerade ist. Es wird an einem anderen Ort höchstwahrscheinlich genauso weiter weinen! Das wichtigste ist einfach nur, dass man weiß, oder herausfindet was gerade los ist…und das kann man auch dort wo viele Leute sind. Zwar kommen einem die zwei Minuten in einer Supermarktkassenschlange dann mindestens doppelt so lang vor – aber man überlebt es. Und manchmal wird man sogar vorgelassen *zwinker*.
  • Bei MiniJ habe ich immer darauf geachtet, dass ich ein komplettes Wechseloutfit dabei hatte. Das nimmt natürlich ordentlich Platz weg. Ich habe gelernt, dass ein Body und eine Strumpfhose zur Not völlig ausreichen. Im Sommer habe ich ihn sogar mal nur in einer Windel durch die Stadt getragen, weil selbst das Wechseloutfit durch war! Da nütze mir dann ein komplettes Outfit auch nichts… Diesmal werde ich mir gar nicht erst den Stress machen Wechseloutfits vorzubereiten! Ich packe einfach grundsätzlich zwei Bodys und Strumpfhosen ein. Basta!
  • Thema Beikost. Diesmal werde ich aus dem Bauch heraus entscheiden. Wenn Mini2 Interesse mit 4 Monaten hat, dann ist das so. Wacht dieses Interesse erst mit 10 Monaten auf, dann ist das halt so.
  • Und dann gibt es da noch eine Sache die ich diesmal in der Klinik schon unbedingt anders machen möchte (und nach der Klinikzeit auch weiter): Auf Meinungen anderer, ja, auch auf die Meinungen der Krankenschwestern, verzichten. Links rein, rechts raus. Erzählen sowieso alle was anderes. Also kann ich auch einfach auf meine Erfahrung zurückgreifen und meinen Bauch entscheiden lassen. Dann mache ich mir später wenigstens keine Vorwürfe. Treten Zweifel, oder Unsicherheiten auf kann ich immer noch nachfragen – was ich dann natürlich auch tun werde.

Man könnte also zusammen fassen: Ich möchte mir diesmal weniger Stress machen, ich möchte beim zweiten Kind gelassener sein und ich möchte mehr auf mein Bauchgefühl hören und dem größeres Vertrauen schenken als letztes Mal! Habt ihr euch vor dem zweiten Kind Gedanken dazu gemacht? Ist euch eine Veränderung aufgefallen? Ich bin neugierig, erzählt mal!

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