Unsere Abendroutine // So schläft unser Mini ein

Vor einiger Zeit hatte ich euch mal gefragt, ob es Themen gibt über die ich mal schreiben soll, ob ihr Themenwünsche habt – es kamen wirklich ganz tolle Blogpostideen dabei rum, Dankeschön! Den ersten dieser Art gibt es heute. Ihr hattet gefragt ob wir abends eine spezielle Routine haben um den Mini ins Bett zu bringen und ja, die haben wir und ich schreib euch gerne etwas dazu:

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Einschlafstillen, Familienbett und Co.

Als ich Janosch noch stillte war es ein unfassbar Leichtes ihn ins Bett zu bringen. Ich legte mich in seinem Bett neben ihn (oder im Familienbett) und stillte ihn im Liegen. Dabei schlief er zu 99% ein und meistens auch durch. Zumindest für 6 Stunden. Und dann wurde nachts halt nochmal gestillt wenn er aufgewacht war. Ziemlich entspannt.

Im November haben wir nach 10 Monaten abgestillt (von nun an haben wir uns abends abgewechselt um den Mini ins Bett zu bringen) – er hat mich gebissen und dabei gegrinst und wollte danach auch nicht mehr trinken. Für mich war das das deutliche Zeichen, dass er nicht mehr gestillt werden wollte, also musste was Neues her. Die Wochen danach verlangte er kein einziges mal nach Brust, schlief auf unseren Armen relativ schnell ein, wir legten ihn dann kurz nach dem Einschlafen ins Bett und wenn er nachts aufwachte bekam er Wasser zu trinken – was mit dem NUK Magic Cup, den wir ja übrigens vergöttern (keine Werbung!), immer klappte und er wie in Trance einfach nur trank und sich dann wieder hinlegte. Das klappte für ein paar Wochen.

Immer wieder neue Phasen

Irgendwann änderte es sich. Wir hatten im Gefühl, dass wieder eine neue Taktik her musste und so legten wir uns einfach zu ihm mit ins Bett und irgendwann schlief er ein. Meistens nach uns. Daher ging in der Zeit abends immer einer von uns früh schlafen und der andere hatte den Abend für sich. Hatte seine Vor- und Nachteile…

Auch diese Phase war irgendwann vorüber. Im Frühjahr hat der Mini sich dann Hals über Kopf in einem Geschäft in ein Kuscheltier verliebt, einen beigen Hund. Seitdem musste „Teedi“ mit ins Bett, mit ins Auto, mit auf Spaziergänge… überall hin mit. Aber er schlief gut ein. Manchmal legten wir ihn neben seinen Kuschelhund und er schlief fast von alleine ein, manchmal brauchte er noch ein paar Schlücke Wasser und manchmal wollte er, dass wir uns neben ihn legten.

Als mein Bauch dann in dieser Schwangerschaft anfing zu wachsen hatten wir nicht mehr genügend Platz „Zu viert“ im Kinderbett (Janosch, Mama, Teedi und Schwangerbauch), also legte ich mich spontan eines abends neben sein Bett und legte einfach nur meinen Arm durch die Gitterstäbe seines Bettes. Klappte. Seitdem schläft er genauso ein. Mal dauert etwas länger, manchmal geht es unfassbar schnell (und wir sind uns sicher, dass man darauf absolut keinen Einfluss hat! Das passiert einfach so wie es an dem Tag halt passiert – egal ob man stundenlang auf dem Spielplatz war, oder ob man den ganzen Tag langweilig zuhause war…)

Unsere Abendroutine

Die Einschlafphasen haben sich also alle paar Wochen/Monate geändert, aber die Abendroutine, die Zeit vor dem Zubettgehen, ist seit seiner Geburt immer die gleiche geblieben und von der erzähle ich euch jetzt:

Ungefähr eine Stunde bevor es Abendbrot gibt – und das passiert mittlerweile von ganz alleine und wir müssen nicht mehr auf die Uhr schauen – spielen wir intensiv mit ihm, drinnen oder draußen, halt dort wo wir gerade sind. Dann gibt es um ungefähr 18:30 (mal ein wenig eher, oder auch später) Abendbrot und anschließend wird manchmal gebadet. Manchmal badet er auch vor dem Abendbrot, je nachdem welche Signale er zum Thema Müdigkeit sendet (Ohrenkratzen, Kopfkratzen, Augen reiben, hinlegen usw.). Dann putzen wir Zähne, erst wir, dann er. Händewaschen und Gesicht waschen. Mittlerweile macht er den Großteil selbst und wird von uns nur angeleitet. Und dann geht es zum Wickeltisch wo der jeweils andere bereits alles vorbereitet hat: Schlafsachen und Schlafsack, Windel und Creme (kleine Massage am Abend wirkt manchmal wahre Wunder!) liegen bereit, der Fön läuft und spendet warmen Wind. Es gibt Abende da schläft der Mini immer noch fast auf dem Wickeltisch ein, so wie früher als er noch ganz klein war und als er das regelmäßig tat.

Während der eine den Mini bettfertig macht, räumt der andere die Spielsachen im Wohnzimmer zusammen und bereitet das Schlafzimmer vor: Lichtverhältnisse ändern, Lichterkette anmachen und Wasserbecher frisch aufgefüllt bereitstellen. Wenn der Mini bettfertig ist stimmen wir ein Lied an, das wir auf die Melodie von „Bruder Jakob“ kurz nach der Geburt ausgedacht haben: „Ja der Janosch (2x), der ist müde (2x), komm´wir sagen Gut´ Nacht (2x), Gute Nacht, Janosch (2x)“. Dann gehen wir von Zimmer zu Zimmer und verabschieden uns für den Tag von allen Räumen mit der letzten Strophe (statt Janosch wird dann das Zimmer genannt) und wir winken jedem Zimmer zu (Irgendwann hat er von alleine angefangen auch zu winken. Manchmal winkt er sogar als Zeichen, dass er müde ist). Vor dem Schlafzimmer sagt er dem jeweils anderen Elternteil gute Nacht und winkt während man mit ihm ins Schlafzimmer geht und die Tür schließt. Dort trinkt er nochmal „gefühlt“ einen halben Liter Wasser, wir legen ihn zu „Teedi“ ins Bett und legen unseren Arm durch die Gitterstäbe. Irgendwann schläft er ein. Mal schneller, mal langsamer.

Momentan versuchen wir, dass er es ganz alleine schafft. Wir legen ihn ins Bett und erledigen noch schnell etwas in der Küche und ziehen diesen Zeitraum von Abend zu Abend länger. Manchmal schläft er schon alleine ein, manchmal braucht er uns mehr und länger und dann gehen wir wieder zu ihm ins Zimmer.

Also wird sich wohl weiterhin die Einschlafphase immer mal wieder ändern, spätestens wenn Mini 2 dann da ist (oh, da bin ich schon sehr gespannt wie das alles werden wird! Ob J dann doch in seinem Zimmer schläft?), aber die Abendroutine werden wir wohl die nächsten Jahre auf jeden Fall beibehalten! Und vielleicht ja das Abendlied auch an unsere Enkel vererben?!

Wie macht ihr das abends, habt ihr auch eine feste Routine, oder lasst ihr eure Kleinen selber entscheiden, wann die Zubettgehzeit ist, oder macht ihr das jeden Abend anders? Erzählt mal, interessiert mich total! 

 

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