Über Verzicht in der Schwangerschaft

In der 32. Schwangerschaftswoche angekommen freue ich mich zwar riesig darauf mein zweites Kind endlich in meinen Armen halten zu können, aber ich muss ehrlich gestehen ich freue mich auch schon unfassbar doll auf das Ende des Verzichts den diese Zeit der Schwangerschaft automatisch immer mit sich zieht! Auf was man als Schwangere verzichten muss und sollte und was davon mir besonders schwer fällt? Das möchte ich heute mit euch teilen:

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Klar, es gibt da ein paar Dinge die absolut nicht zu diskutieren sind; als Schwangere hat man absolut auf Alkohol und Drogen zu verzichten. Für das ungeborene Leben in sich trägt man Verantwortung und medizinisch gesehen ist es einfach verantwortungslos wenn man trotz Schwangerschaft nicht auf Alkohol und Drogen verzichtet! Was dadurch passieren kann brauche ich, denke und hoffe ich, nicht erläutern!

Aber es gibt auch andere Sachen und vor allem Lebensmittel auf die eine Schwangere verzichten sollte. Dazu gehören Rohmilchprodukte, rohe Fleischprodukte, auch roher Fisch (Sushi!) und noch einiges anderes! Dabei geht es um die Bakterienbelastung die man nicht schwanger ohne Probleme bewältigt, die im schwangeren Zustand aber durchaus zu schwerwiegenden Problemen führen kann, bei Mutter und Kind. Daher wird empfohlen auf die oben genannten Produkte (und noch weitere, informiert euch bitte zum Beispiel noch bei eurer Ärztin!) zu verzichten.

In der ersten Schwangerschaft habe ich mich strikt daran gehalten. In der zweiten Schwangerschaft halte ich mich jetzt theoretisch eigentlich auch daran, aber ich muss gestehen ich habe in den letzten Monaten 2 Mal Salami gegessen und ich esse regelmäßig Manchegokäse der angeblich auch in die Kategorie Rohmilchprodukt gehört. Ich achte darauf, dass die Produkte frisch sind, esse sie nur wenn ich sie ganz frisch gekauft habe, wenn ich gesehen habe, dass sie ganz frisch aufgeschnitten wurden und esse sie nicht wenn sie bereits 3 Tage bei mir im Kühlschrank liegen. Natürlich esse ich kein Mett, egal wie frisch das hergestellt ist und auch verzichte ich auf Briekäse – was mir vor allem am Anfang sehr schwer fiel! Ich esse Briekäse mit mildem Senf auf frischem Röstbrot so gerne und freue mich schon sehr darauf! Andere freuen sich nach der Geburt auf ein Brötchen mit Mett und Zwiebeln, ich möchte als Kreissaalsnack bitte eine Stulle mit Briekäse! Ach komm, lass das Brot weg, gebt mir den Briekäse einfach am Stück in die eine Hand und in die andere eine Tube Senf… Auch ist Thunfisch ein umstrittenes Thema wegen seiner Quecksilberbelastung. Man sollte ganz drauf verzichten, oder den Verzehr stark reduzieren – ich esse eh nicht so oft Thunfisch, aber wenn ich mal Hunger auf ein Stück Thunfischpizza hatte, habe ich das ungefähr 3x die letzten Monate gegessen. (Ich halt es da halt so wie Paracelsus „Dosis sola facit venenum – Allein die Dosis macht das Gift“)

Alkohol ist auch so ein Thema. Eigentlich trinke ich gar nicht viel Alkohol. Aber alleine dadurch, dass man drauf verzichten sollte, macht gerne mal das Gefühl, dass man verzichten MUSS und alleine das Gefühl ist doof! Ich genieße unschwanger mal hier, oder da ein Bier, oder einen Weißwein. Aber Alkohol ist ja auch in Tiramisu zum Beispiel drin! Und das esse ich sonst wirklich sehr gerne! Oder Rotweinbratensauce! Bratensauce allgemein schmeckt mit Wein oder Cognac unfassbar gut und gleich ganz anders als ohne! Oder Sekt zu besonderen Anlässen (wie mein 30igster Geburtstag die Tage …), oder dann später in der Vorweihnachtszeit der Glühwein! Natürlich verzichte ich da derzeit strikt drauf, aber ich vermisse es hin und wieder schon. Ok ich habe mir diesen Abschnitt gerade nochmal durchgelesen und muss vielleicht hinzufügen: Ich vermisse nicht den Alkohol an sich, sondern ich finde es einfach bloß doof in geselliger Runde (ich bin nicht der Typ der sich alleine abends einfach einen Wein eingießt…) darauf zu verzichten. Was ich für mein Kind aber natürlich absolut gerne mache. Es ist schwer zu erklären, aber jede Frau die mal schwanger war weiß wie sich das nach 30 Wochen anfühlt! Vor allem wenn die Familie um einen rum, inklusive Mann, nicht drauf verzichten.

Und dann gibt es da ja auch noch Dinge wie Nagellack, Haare färben und manche Frauen putzen sogar nur mit natürlichen Substanzen, weil die Chemie durch die Haut in den Körper gelangen kann. Manches finde ich absolut sinnig, anderes wiederum leicht übertrieben. Ich erwähne an dieser Stelle besser nicht was ich in welche Kategorie einordne, nicht dass ich damit noch irgendwelche Diskussionen lostrete (was der Blogpost aber wohl eh bewirken wird…) aber, dass ich zum Bespiel regelmäßig Nagellack trage kann man spätestens auf meinen Bildern sehen (und für alle die darauf in der Schwangerschaft verzichten wollen, aber eigentlich gerne Nagellack tragen würden, für die habe ich folgenden Tipp: Es gibt veganen Nagellack ohne schädliche Inhaltsstoffe!).

Ich trinke in Maßen Kaffee, esse auch mal mehr Schokolade als Gemüse und trage auch noch Pumps so lange wie das mein Körper ohne Beschwerden mitmacht. Ich höre für die gute fetale Entwicklung nicht täglich klassische Musik (obwohl ich total gerne klassische Musik höre!) und ich ruhe mich nicht so viel aus wie es die ganzen Schwangerschaftsratgeber gerne hätten. Ich höre halt komplett auf meinen Körper und bin bisher immer gut damit gefahren.

Und wenn dieser Blogpost ursprünglich eher aufklärend angedacht war, so entwickelte er sich über die Absätze hinweg immer persönlicher und mündet nun in meinem Rat an euch: Haltet es so wie ihr es verantworten könnt, macht euch keinen Stress, weil ihr mal unbemerkt ein Stück Fetakäse gegessen habt (könnt ihr im Nachhinein eh nicht mehr ändern) und genießt einfach euren schwangeren Zustand! Wenn ihr gesund seid, euer Baby sich gesund entwickelt, Hebamme oder Arzt nichts zu bemängeln haben (selbst wenn es was zu bemängeln gibt, seid ihr ja nicht grundsätzlich dafür schuldig), dann macht ihr wohl alles richtig! Macht euch nicht verrückt. Schwanger sein ist toll, sollte toll sein und diese einmalige Zeit sollte vor allem auch genossen werden können!

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