Tagebuch einer Wartenden… über die Tage nach dem ET

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Es ist der 25.11.2017 und eigentlich dachten wir alle, dass Mini2 sich vor Termin auf den Weg machen würde. Sagt man ja eh „die Zweiten kommen eher!“ und „Jungs haben es eh eilig“. Aber nö, da passierte nichts am errechneten Termin (ET). Spontan kam mir die Idee, dass ich nun bis zum Geburtsbeginn (also bei Wehen, die deutlich den Geburtsbeginn ankündigen) hier Tagebuch schreibe und das irgendwann nach der Geburt veröffentlichen möchte:

25.11.2017: Heute ist der errechnete Termin, aber ich habe den ganzen Tag das Gefühl, dass eh nichts passieren wird, weil ich vom 26.11. ausgehe. Daher bin ich auch sehr ruhig, fahre noch zu einem Flohmarkt und gehe einkaufen. Am Abend eine Stunde rhythmisch harte Bauch Episoden. Aber auch nachts passiert nichts weiter.

26.11.2017: Es ist Sonntag und es wäre perfekt, wenn sich Mini2 heute auf den Weg macht. Am Abend wieder harte Bauch Episoden, woraus sich aber keine Wehen entwickeln. Auch die Nacht bleibt es ruhig, aber ich schlafe unruhiger und ich fühle mich wie in der Sauna weswegen ich kurzerhand bei 18 Grad Raumtemperatur ohne Decke schlafe.

27.11.2017:

  • Ein Kontrolltermin beim Gyn steht an. Von nun an muss ich alle 2 Tage zum CTG und es wird wohl auch weiterhin noch per Ultraschall kontrolliert. Der Termin war um 10Uhr, das CTG zeigte das erste mal ein paar kleine Ausschläge, aber nichts Regelmäßiges und wehunmäßig hab ich das auch nicht vernommen. Das Ergebnis vom Ultraschall ist zeitgerecht: Fruchtwassermenge nimmt ab, die Plazenta zeigt erste leichte Verkalkungen. Sei aber alles normal und harmlos, absolut zeitgerecht. Wir vereinbaren einen Termin für Donnerstag, also in drei Tagen. Ab Mittags habe ich drei Stunden lang ein Ziehen im Unterleib wie bei anfänglichen Regelschmerzen, außerdem immer mal wieder einen harten Bauch, aber auch das legt sich gegen späten Nachmittag leider wieder. Ein Anruf in der Geburtsklinik, die um Information gebeten hatten wenn ich übertragen sollte, ergibt, dass ich mich wohl am Samstag zwecks Kontrolle vorstellen soll und dafür am Freitag telefonisch einen Termin erfragen soll. Ich hoffe soweit kommt es nicht. Denn dann geht es um Einleitung.
  • 19.20Uhr – es entwickeln sich jetzt doch langsam leichte Rückenschmerzen und der Bauch wird immer mal wieder härter. Ich bin müde und fühle mich schwer. Geht es vielleicht doch heute noch los? Heute Nacht?
  • 21:52Uhr War das eben eine Wehe? Oder bloß meine „volle“ Blase?
  • den ganzen späten Abend über immer wieder Ziehen im Unterbauch und manchmal leichte Rückenschmerzen und ständig ist der Bauch steinhart
  • sonst aber nichts weiter

28.11.17:

  • Die Nacht hat sich dann alles wieder beruhigt. Der Tag startet aber wieder mit einem harten Bauch und ich bin so müde, dass ich nicht mal den Wecker gehört habe! Ergo bringe ich MiniJ mal wieder zu spät zum Kindergarten.
  • Ich treffe mich mit einer Freundin zum Frühstück in unserem Einkaufszentrum und während wir da so sitzen habe ich die Stunde über einen drückenden, festen Bauch und ungefähr 4 Mal das Gefühl, dass sich da Wehen bilden könnten. Es beruhigt sich aber wieder.
  • Der Bauch wird den restlichen Tag über immer mal wieder hart, immer in Begleitung eines stechenden, aber nur sehr leichten Ziehens im Unterbauch.
  • aber mehr als das passiert nicht

29.11.2017:

  • am frühen Vormittag habe ich eine Stunde lang leichte Wehen im Abstand von 10 Minuten und dann hörte es schlagartig wieder auf
  • Wir verabreden uns für abends auf dem Weihnachtsmarkt mit Freunden auf Currywurst und Pommes. Curry und Anstrengung – das MUSS doch wirken!
  • Bis Mittag keine weiteren Wehen. Dann fängt es langsam wieder an. Ungefähr alle 10 Minuten zieht sich der Bauch wieder zusammen, machmal auch begleitet von einem leichten Stechen. Aber es sind definitiv keine Wehen die auf den Muttermund wirken können, also denke ich mir da nichts bei, die restlichen Tage hatte das ja auch nichts zu bedeuten. Trotzdem lade ich mir dann doch mal eine App runter um die Wehen aufzuzeichnen:
  • Wehenprotokoll App: 13:07Uhr, 13:23Uhr, 13:31Uhr, 13:40Uhr… ich höre auf zu dokumentieren, da ich ja merke, dass die Wehen nicht Muttermund wirksam sind.
  • Wir gehen gegen 17Uhr los in Richtung Weihnachtsmarkt, schlemmen uns mit Freunden (die ebenfalls schwanger sind und auch bereits darauf warten, dass es bei ihnen los geht!) durch die Buden, statten dem Nikolaushaus gegen 18Uhr einen Besuch ab wo die Kinder kleine Geschenke bekommen, die Männer gönnen sich Glühwein und nach einem schönen Abend sind wir Schwangeren so fertig vom vielen Stehen, dass wir alle entscheiden nach Hause zu gehen. Zuhause mache ich Janosch bettfertig, kuschel ihn in den Schlaf und gerade als er eingeschlafen war knallte es in meinem Bauch als ob da gerade ein Gummiband gerissen sei! Ich könnte schwören es sogar gehört zu haben!

20:48 Uhr am 29.11.17 platzte die Fruchtblase. Die Geburt ging nun also los – ganz ohne Einleitung und ganz natürlich, so wie ich es mir gewünscht hatte…

Weiter geht es in Teil II (geht bald online) !

 

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