MamaKolumne // Gedanken eine Woche vor KiTa-Start

Nächste Woche starten wir, beziehungsweise der Mini, mit der Eingewöhnung im Kindergarten. Also, es ist kein richtiger Kindergarten mit großer Gruppe, unzähligen Kindern, mehreren Räumen, Turnhalle und Co. – es ist eine Betreuungsgruppe in einem privaten Haushalt mit großem Garten in dem ein wahrer Kinderspielplatzschatz aufgebaut steht, die von einer Tagesmutter mit befreundeter Erzieherin betrieben wird. 9 Kinder ab einem Jahr finden dort jährlich Platz. Auch wenn ich mich (darf ich das so überhaupt sagen?!) eigentlich schon auf die Zeit freue, tauchen seit ein paar Wochen dann doch ein paar Wehmutsgedanken auf. Die möchte ich heute teilen:

Anfang des Jahres hatten wir bereits die Möglichkeit den Mini Vormittags für ein paar Stunden in einer Einrichtung unterzubringen – haben aber zu lange gezögert und schwupps, war der Platz anderweitig vergeben. Von da an haben wir uns auf freie Plätze via „mylittlebird-Plattform“ beworben (in Bielefeld muss mans eine Bewerbung zentral über eine Onlineplattform an die Einrichtung richten, ohne geht hier gar nichts!) und konnten für den Start im August sogar aus drei Plätzen auswählen. Entschieden haben wir uns letztlich für die kleinste Gruppe und die kleinste Entfernung. Für erstmal ein Jahr wird er dort ab nächster Woche für ein paar Stunden täglich fremdbetreut – danach ist der Gedanke ihn in einem großen Kindergarten anzumelden. Je nachdem wie das Jahr läuft, wie er sich macht, ob es ihm gefällt.

Er ist ja nun wirklich noch sehr jung für eine Fremdbetreuung, aber wir haben wirklich das Gefühl, dass ihm das gut tun wird, dass er das braucht, er sich dadurch noch freier entwickeln kann. Er ist ein Wirbelwind der gerne mit anderen Kindern spielt, der ganz schnell mit fremden Kindern warm wird und das Wort „scheu“ eigentlich gar nicht kennt. Wir würden ihn niemals mit 18 Monaten fremdbetreuen lassen, wenn das nicht der Fall wäre. Eigentlich war sogar der Plan, dass ich mindestens 2 ganze Jahre, wenn nicht sogar drei Jahre zuhause bleibe.

Jetzt bin ich wieder schwanger und werde eh noch eine Weile Zuhause bleiben (auch weil eine Schwangere nun mal einfach nicht eingestellt wird, aber das ist ein anderes Thema…) aber wir sind uns trotzdem sicher, dass der KiTa-Start nächste Woche weiterhin eine sehr gute Entscheidung für Janosch ist. Trotzdem hat man als Mama dann ja irgendwie so wehmütige Gedanken.

Bald bin es nicht mehr ich die den Mini vormittags betreut. Ihm die Schnute nach dem Frühstück abputzen wird. Die ihm beim freien Spiel am Morgen zuschaut. Er wird neue Sachen erlernen und ich werde nicht dabei sein. Viele neue Worte werden rasant in den nächsten Wochen dazu kommen und ich werde sie nicht als erstes hören. Es wird Tage geben an denen er nicht dort bleiben will und es wird Tage geben an denen er mittags nicht nach Hause gehen möchte. Ich werde ihn auf einen Schlag viel, viel weniger sehen und die gemeinsame Zeit wird sehr viel kürzer sein. Morgens zusammen aufstehen und höchstwahrscheinlich im Stress gemeinsam den Tag beginnen (Stress zumindest so lange bis wir beide uns an diese neue feste Zeit gewöhnt haben), mittags des Mini abholen und dann zuhause erstmal Mittagsschlaf machen – anschließend die kostbare gemeinsame Zeit von ungefähr 3-4 Stunden bevor es dann auch schon wieder Zubettgehzeit am Abend heissen wird. Nur noch die Wochenenden werden so aussehen wie die letzten 18 Monate, die wir jeden Tag gemeinsam verbracht haben.

Bin ich bereit für die KiTa? Der Mini ist es definitiv. Aber bin ich es wirklich? Wie habt ihr diese Zeit erlebt, gab es Gedanken, die euch geholfen haben? Wie lange hat eure Eingewöhnung gedauert (nicht die des Kindes)?

So müssen sich Väter fühlen die den ganzen Tag arbeiten gehen und am Abend erzählt bekommen, was der Nachwuchs Neues gelernt hat und wie man den Tag zusammen verbracht hat…

xxx

Ein Kommentar

  1. Ich glaub, ich kann deine Wehmutsgedanken sehr gut nachvollziehen, weil meine Tochter demnächst auch bald von einer Tagesmutter betreut wird. Außerdem ist man als Schwangere (bin gerade ebenfalls schwanger) sowieso etwas sensibler als sonst und überhaupt ist das ein wichtiges Thema für die meisten Mütter.

    Ich hoffe, dass dein Sohn sich schnell einleben & sehr wohlfühlen wird in der Einrichtung!

    Liebe Grüße, Carolin
    http://halfiesstyle.com

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